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Schicksalstage - Kapitel 4

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Der Abend bricht an. Cassy und ich sind hungrig geworden und überlegen gerade, ob wir zum Abendessen ins griechische Bistro oder zum Araber gehen wollen. Der Araber hat den Vorteil, dass er über eine Dachterrasse verfügt. Da der Abend lau ist und wir die Aussicht über die malerische Altstadt genießen wollen, entscheiden wir uns für ihn. Wir sind so damit beschäftigt, zu quatschen und zu flirten, dass ich nachher gar nicht sagen kann, wie mir das Essen geschmeckt hat. Da ich mich nicht erinnern kann, wird es aber wohl in Ordnung gewesen sein. Jetzt sind wir auf dem Weg ins Kino. Wir haben den Filmpalast kaum betreten, als Cassy auf Martin, einen hoch gewachsenen, dunkelhaarigen, gut aussehenden Mitschüler aus ihrer Klasse, aufmerksam wird. Sie steuert auf ihn und seine Kumpels zu, grüßt sie freundlich und stellt uns einander vor. Wir reden kurz darüber, in welchen Film wir gehen wollen und stellen fest, dass wir alle denselben Filmgeschmack teilen. Für heute soll es der neueste Action Blockbuster sein. Zum Glück ist noch ein Pärchen Doppelsitzplatz ziemlich in der Mitte frei, so dass Cassy und ich nicht nur den Film, sondern auch noch einander genießen können. Nachdem der Film vorbei ist, trennen sich unsere Wege und wir fahren jeweils mit einem der neuartigen selbstfahrenden Taxen nach Hause.

Zu Hause angekommen, muss ich wohl bis über beide Ohren grinsen, denn Tom meint leicht süffisant zu mir: "Na kleiner Bruder, hast du einen schönen Tag gehabt?" "Ja, einen sehr schönen sogar!", erwidere ich euphorisch. "Ich bin jetzt ganz offiziell mit Cassy Mayer aus der 10 B zusammen und wir hatten eine voll gute Zeit zusammen in der Stadt. Morgen machen wir zusammen eine Radtour. Und wie war dein Tag?" "Auch ganz ok. Ich hab mich mit ein paar der Jungs zum Fußball spielen getroffen. Es war echt gut, mal wieder was mit meinen alten Freunden zu machen. Jetzt, wo ich studiere, sehe ich die ja nicht mehr so häufig. Aber das weißt du ja.", antwortet Tom. "Ich will jetzt ins Bett, muss morgen früh raus. Also dann, gute Nacht.", sage ich. "Gute Nacht und träum was Schönes!", erwidert Tom. "Du auch."

Von einem schönen Traum kann unterdessen nicht die Rede sein. Eher von einem wild-chaotischen Durcheinander von Bildern und Tönen, auf die ich mir, als ich am nächsten Morgen wach werde, nicht den geringsten Reim machen kann. Da heute Samstag ist, schlafen alle länger. Alle außer mir. Ich bin tatsächlich schon gegen 5 Uhr wach und bekomme danach kein Auge mehr zu. Ich muss sowohl an Bastis Tod, als auch an Cassy und unseren schönen gestrigen Tag und die heutige Fahrradtour denken. Eigentlich hätte Basti dabei sein sollen. Bei diesem Gedanken schießen mir wieder die Tränen in die Augen. Dass Glück und Leid so nah beieinander liegen können, ist für mich eine völlig neue Erfahrung.


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Gegen halb sieben stehe ich auf. Nachdem ich mir rasch die Zähne geputzt und mich geduscht habe, nehme ich in der Küche mein Frühstück ein. Danach schnappe ich mir die Satteltasche, die unsere Köchin schon für die Fahrradtour vorbereitet hat, und gehe in die Garage. Ich befestige die Satteltasche an meinem Fahrrad, schiebe das Fahrrad aus der Garage und schwinge mich darauf. Kurze Zeit später fahre ich am Bach entlang immer leicht bergauf in Richtung des Dorfes, in dem Cassy wohnt. Die Luft ist noch recht kühl, der Himmel jedoch wolkenlos und zartblau und es verspricht ein schöner Tag zu werden. In Cassys Dorf angekommen, verlasse ich den Weg am Bach und fahre die steile Straße zur Anhöhe herauf, wo Cassys Eltern sich ein schmuckes Häuschen gebaut haben. Das Dorf erwacht langsam zum Leben. Hier kräht ein Hahn, da bellt ein Hund. Von der anderen Seite des Dorfs antwortet ein weiterer mit lautem Gekläff.

Bei Cassys Elternhaus angekommen, klingele ich kurz und muss gar nicht lange warten, bis mir meine Freundin die Tür öffnet. "Guten Morgen, Schatz!", begrüßt sie mich noch ein wenig verschlafen. "Guten Morgen, Liebling!", antworte ich, "Hast du gut geschlafen?" "Hmm, ja. Ich hab die ganze Nacht von uns geträumt und was wir so miteinander anstellen könnten. Es war herrlich.", sagt Cassy verschmitzt. Ich verspüre ein leichtes Kribbeln im Bauch, doch bevor ich das Gefühl vertiefen könnte, sagt Cassy: "Komm doch rein. Es gibt warmen Kakao und frische Brötchen. Meine Oma hat sie heute Morgen schon besorgt." Obwohl ich schon etwas gefrühstückt habe, lasse ich mir das nicht zweimal sagen. Warmer Kakao gehört schließlich zu meinen absoluten Lieblingsgetränken und frische Brötchen - wer kann da schon Nein sagen. Wir gehen zusammen ins Esszimmer und ich traue meinen Augen kaum. Durch die große Fensterfront hat man einen herrlichen Ausblick nach Südosten. Die Sonne schiebt sich gerade mit den ersten Strahlen über den Nadelwald der  östlichen Hügelkette. Im Südosten und Süden erstrecken sich Felder, Wiesen und Wälder soweit das Auge reicht, nur durch den einen oder anderen Hügel immer mal wieder unterbrochen. Am Horizont glitzert der See in der Sonne.

Nach unserem gemeinsamen Frühstück packt auch Cassy ihre Sachen aufs Fahrrad und wir radeln los. Es geht zunächst die Straße, die ich vorhin heraufgefahren bin, herab, über den Bach und dann nach links in Richtung der Weinhänge meiner Eltern. Sie lassen hier, unter der Aufsicht und Pflege fähiger Winzer, preisgekrönten Rot- und Weißwein der Sorten Cabernet Sauvignon und Sauvignon Blanc anbauen. Wir radeln den Weinberg hinauf, oben an der zierlichen Winzerkapelle vorbei und auf der Nordseite des Hügels wieder herab. Nach dem anstrengenden Anstieg, ist der kühle Fahrtwind im Schatten des Hügels sehr angenehm. Er streicht sanft über meine Haut. Cassys Haare flattern im Wind. Bald erreichen wir die nächste Hügelkette und fahren in Serpentinen den steinigen Waldweg herauf. Auch hier kommen wir auf der Hügelkuppe an einer kleinen Kapelle vorbei. Wir machen kurz Rast und essen und trinken ein wenig von unserem Proviant. Dann brechen wir wieder auf und fahren auf dem Grat der Hügelkette Richtung Süden. Als wollten unsere Ahnen die Hügelkette gegen böse Geister beschützen, kommen wir alle paar Kilometer an einer kleinen Kapelle vorbei. Jede ist einem anderen Schutzheiligen gewidmet.

Gegen Mittag gibt es ein paar weitere Höhenmeter zu überwinden, bevor wir an der verlassenen Ruine einer alten Burg ankommen. Wir steigen von unseren Fahrrädern ab, holen die Picknickdecke aus unserem Gepäck und breiten sie auf der Lichtung vor der Burg aus. Dann nehmen wir die belegten Brötchen, Salami und hart gekochten Eier, sowie die roten und gelben Paprikastreifen und die Kirschtomaten aus unserem Proviant und fangen an zu essen. Nachdem wir uns gesättigt und mit Apfelschorle unseren Durst gestillt haben, strecken wir uns aneinander gekuschelt auf der Decke aus. Wir hören den Vögeln des Waldes beim Singen zu und dösen, von der warmen Frühlingssonne gewärmt, vor uns hin. Plötzlich meint Cassy, "Hee, Olli, lass uns unsere Sachen packen und die Burgruine erkunden. Wir können die Picknickdecke und was zu Trinken mitnehmen. Den Rest packen wir wieder in die Satteltaschen. Wenn wir die Fahrräder anschließen, können wir sie hier lassen." Obwohl ich nicht genau weiß, wofür Cassy die Picknickdecke mitnehmen will, bin ich einverstanden und so machen wir uns kurz darauf auf den Weg.

Die Burgruine ist schon sehr alt und zerfallen. Überall wächst Gras aus den Ritzen zwischen den Steinen. Ich frage mich, wer hier wohl einst gelebt hat und welche Geschichten sich in diesen Gemäuern wohl schon so alles zugetragen haben mögen. Wir kommen durch enge Gässchen und niedrige Torbögen hindurch und stehen mit einem Mal vor einer kleinen Kammer. Es fällt kaum Licht herein, so dass uns nach dem Eintreten zunächst etwas unheimlich ist. Bald darauf haben sich unsere Augen jedoch an die Dunkelheit gewöhnt und wir entdecken am anderen Ende des Raums einen Kamin. Vor diesem legen wir nun unsere Picknickdecke aus und tun so, als würden wir uns am Kamin aufwärmen. Bald liegen wir aneinander gekuschelt auf der Picknickdecke und fangen an uns zu küssen und zu liebkosen. Fahre ich Cassy zunächst noch zärtlich über die Wange und über die Haare, wandert meine Hand bald unter ihr T-Shirt. Während sie meine Hose öffnet und mein erigiertes Glied in die Hand nimmt, öffne ich ihren BH, spiele ein wenig mit ihrem Bauchnabelpiercing und streichele dann über ihre hart gewordenen Nippel. Unterdessen streifen unsere Zungen über unsere Lippen und spielen miteinander. Mit euphorischer Erregung fange ich nun an, an Cassys Schulter zu knabbern, während sie an meinem Ohrläppchen lutscht. Um einander frei und ungestört liebkosen und verwöhnen zu können, ziehen wir uns aus. Meinen Mund lasse ich nun zu Cassys Brust wandern und bedecke ihren Körper mit hauchzarten, prickelnden Küssen. Ich fange an behutsam an ihren Nippeln zu saugen und spüre die Erregung in meinem Glied, das Cassy sanft streichelt. Während meine Hände weiter zärtlich Cassys Brüste kneten, gehe ich mit meinem Mund zu ihrem Bauchnabel und spiele mit meiner Zunge mit ihrem Bauchnabelpiercing. Cassy nimmt eine meiner Hände und führt sie in ihren Schritt. Mit meinem Zeigefinger streichle ich sanft über ihre Schamlippen und spüre mit wohliger Erregung, wie feucht sie ist. Als ich mit meinem Finger über ihren Kitzler streiche, stöhnt Cassy lustvoll auf. Sie reibt mein Glied nun schneller. Ich bitte sie das zu unterbrechen und mit ihren Fingerspitzen über die Innenseiten meiner Oberschenkel zu streichen. Als sie es tut, durchlaufen mich Schauer ekstatischer Erregung. Inzwischen haben sich unsere Münder wieder gefunden und wir küssen uns bei geschlossenen Augen und ganzer Hingabe, alles um uns vergessend, tief und inniglich. Ich bitte Cassy nun wieder mein Glied zu streicheln und fahre mit meinem Finger in ihre weiche, samtige Höhle. Kurz darauf kommt Cassy auf mich, führt mein Glied mit großer Lust und Erregung in ihre Höhle ein und wir fangen an, uns rhythmisch zu bewegen. Die Erregung steigert sich ins Unermessliche, wir stöhnen und schwitzen vor Extase. Schließlich kommen wir beide gleichzeitig zum Höhepunkt. Voller Euphorie lachen wir miteinander und hoffen, dass uns keiner gehört hat. Da die Burgruine allerdings nur sehr selten besucht wird, sollte das kein Problem sein. Wir lösen uns voneinander und bleiben noch eine Weile aneinander gekuschelt liegen. Dann kleiden wir uns wieder an, packen die Picknickdecke beieinander und machen uns auf den Rückweg zu unseren Fahrrädern.

Wir haben kaum den Bogen des Burgtores hinter uns gelassen, als drei Krähen vom Mauersims zu krächzen beginnen. Da mir dieses Geräusch durch Mark und Bein geht, dränge ich Cassy zur Eile. Wir verpacken schnell die Picknickdecke und die Apfelschorle und machen uns dann wieder auf den Weg. Das Krächzen der Krähen verfolgt uns noch eine ganze Weile, während wir den Hügel durch den Wald herab fahren. Ich bin froh, als wir das offene Feld erreichen und die Krähen nicht mehr hören können. Bildete ich mir das ein, oder begegnete ich neulich tatsächlich mehr Krähen als sonst? Die Vögel hatten vorgestern Bastis Tod richtig vorhergesagt. Was wollten sie gestern und heute? Wollten sie mich warnen? Aber wovor? Ich bin doch mit Cassy sehr glücklich.

Am Nachmittag kommen wir am See vorbei. Wir fahren am, mit Schilf bestandenen, Ufer entlang und hören die dumpfen Balzrufe der Rohrdommelmännchen. Sehen können wir sie nicht. Auch ein paar Frösche geben ein kleines Konzert, doch auch sie bleiben unseren Augen verborgen. Einzig ein paar Enten mit ihren frisch geschlüpften Jungen, schwimmen in einiger Entfernung. Wir holen die verbliebenen Brötchen aus unserem Proviant, reißen kleine Bröckchen ab und werfen sie den Enten zu. Zu unserer großen Freude, kommen die Enten zu uns geschwommen und fangen damit an, die Bröckchen zu fressen. Nachdem wir ihnen eine Weile lang zugeschaut haben, fahren wir wieder weiter.

Gegen Abend kommen wir wieder an den Bach, der durch Cassys Dorf fließt. Wir folgen ihm und kommen bald in Cassys Dorf an. Den Abschluss unserer gemeinsamen Radtour bildet der Anstieg zu ihrem Elternhaus. Oben angekommen folge ich Cassy in ihren Garten, wo sie mich ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder vorstellt. Wie ich erfahre, haben wir uns heute Morgen nicht gesehen, weil sie schon in aller Frühe zum Flohmarkt in der Stadt aufgebrochen waren. Jetzt werde ich zum Grillen eingeladen. Ich rufe kurz zu Hause an, um zu fragen, ob das passt und sage dann zu. Wir stellen unsere Fahrräder ab und gehen kurz ins Haus, um uns frisch zu machen. Anschließend setzen wir uns auf die Hollywoodschaukel und schauen Cassys Vater beim Entfachen des Holzkohlefeuers im Grill zu. Cassys Bruder Sammy fragt, "Wo seid ihr heute lang geradelt?" Daraufhin erzählen wir von unserem Ausflug. Besonders spannend findet Sammy die Burgruine und Cassy verspricht ihm, ihn einmal dahin mit zu nehmen. Nach einer Weile meint Cassy, wir sollten beim Tischdecken helfen und so tragen wir bald Teller, Gläser, Besteck, Getränke, einen von Cassys Mutter selbst gemachten Nudelsalat und andere Beilagen, sowie diverse Grillsaucen aus dem Haus auf den Gartentisch. Dann setzen wir uns alle an den Tisch und fangen an zu essen. Während des Essens kommt das Gespräch auch auf die Tatsache, dass Cassy und ich nun offiziell zusammen sind. Cassys Mutter sagt, "Das ist ja wirklich ein sehr schöner Ring, den du Cassandra da ausgesucht hast!" Obwohl sie es nicht ausspricht, werde ich das Gefühl nicht los, dass sie den Ring tatsächlich etwas übertrieben findet. "Ja, ich finde ihn auch sehr schick.", entgegne ich etwas kleinlaut. Nach dem Essen verabschiede ich mich von Cassys Familie, gebe meiner Freundin noch einen langen Kuss und fahre nach Hause.

Fortsetzung folgt...